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Die Krankheitshäufigkeit für eine nicht-alkoholische Fettlebererkrankung liegt bei 30 % der erwachsenen Bevölkerung in den Industrieländern.

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Fettleber - Nicht-alkoholische Fettleber nimmt dramatisch zu

Studien haben gezeigt, dass eine Fettleber nicht nur die Leber selber schädigt, indem die Verfettung zu Entzündung, Zirrhose oder Leberkrebs führt. Die durch die Fettleber ausgelösten Entzündungsprozesse können Auswirkungen auf weitere Organe haben. Die Fettleber erhöht dadurch erheblich das Risiko für weitere Erkrankungen wie Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt, Gefäßverkalkungen und Nierenerkrankungen.

Oftmals wird bei erhöhten Leberwerten ein vermehrter Alkoholkonsum als Ursache vermutet. Die weitaus häufigste Ursache für eine Fettleber ist jedoch Übergewicht - nicht selten verbunden mit Diabetes mellitus oder einer Insulinresistenz als Vorstufe einer Zuckererkrankung.

Die Fettleber entsteht, wenn der Körper mehr Fette bildet oder erhält als er abbauen kann. Die überschüssige Energie – Fette sind die größten Energielieferanten des Menschen – speichert der Körper in Form von Fett in der Leber ab. Zunächst tröpfchenförmig in der Leberzelle, im Spätstadium füllt das Fett die ganze Leber aus. Die Fetteinlagerung führt dazu, dass einzelne Leberzellen absterben. Bei etwa 10 % der Betroffenen kommt es zu einer Leberentzündung. Schreitet diese Entzündung weiter fort, kann sich im weiteren Verlauf von 10 Jahren eine Leberzirrhose entwickeln, die dann schlimmstenfalls in einem Leberkarzinom enden kann.

Entsprechend der jeweiligen Ursache unterscheidet man zwischen der

  • nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD, von engl. non alcoholic fatty liver desease) und der
  • alkoholischen Fettleber (AFLD). Schreitet eine Leberverfettung fort und entwickelt sich eine Entzündung der Leber, spricht man von einer
  • Fettleberhepatitis.

Fettleber ist heute hauptsächlich durch Übergewicht bedingt

Übergewicht, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen gelten als die maßgeblichen Faktoren für die Entwicklung einer nichtalkoholischen Fettleber (NAFLD). Seltenere Ursachen sind Medikamente wie z. B. Östrogene oder Cortison.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Leberverfettung direkt mit dem Körpergewicht zusammenhängt: Bei 9 von 10 fettleibigen Menschen mit einem Body-Maß-Index > 30 liegt eine Verfettung der Leber vor. Aber auch schlanke Menschen sind aufgrund einer genetischen Disposition öfter von einer Fettleber betroffen. Die nicht-alkoholische Fettleber findet sich zunehmend auch bei Kindern. Die Gründe hierfür ähneln denen bei Erwachsenen: Etwa 8 von 10 betroffenen Kindern und Jugendlichen sind übergewichtig oder fettleibig.

Zufällige Diagnose der Fettleber durch erhöhte Leberwerte oder Ultraschall

Eine reine Fettleber verursacht nur selten Symptome. Oft wird sie durch Zufall entdeckt. Unspezifische Beschwerden sind zum Beispiel

  • Druckgefühl im Oberbauch
  • häufiges Völlegefühl
  • Beschwerden beim Liegen auf der rechten Seite
  • eine allgemeine Antriebsarmut

Nachweisbar ist die Fettleber durch erhöhte Leberwerte oder durch eine Sonographie.

Von entscheidender Bedeutung ist vor allen Dingen, die Auslöser der Leberverfettung zu meiden und die Lebensgewohnheiten zu ändern. Das bedeutet je nach Ursache: Ernährung umstellen und abnehmen, auf Alkohol verzichten und leberschädigende Medikamente meiden. Soweit ein Diabetes mellitus vorliegt, ist eine optimale Diabetes mellitus-Therapie wünschenswert.


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